Employability Psychotherapiewissenschaft

Regelung Deutschland (ab September 2020)

Die psychotherapeutische Ausbildung ist gesetzlich geregelt. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Reform der Psychotherapeutenausbildung gelten neue Rahmenbedingungen für die Qualifikation zur*zum Psychotherapeut*in. Die Approbation wird auf Antrag an die Approbationsbehörden nach der Absolvierung des PTW Studiums erworben, dessen Inhalte durch die Approbationsordnung festgelegt sind – 82 ECTS für das Bachelorstudium und 120 ECTS im Master. Nach dem Abschluss des Masterstudiums kann ein entsprechender Antrag auf Erteilung der Approbation als Psychotherapeut*in gestellt werden.

Das Studium der Psychotherapie an der SFU Berlin orientiert sich am Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung (PsychTHG) vom 15.11.2019, insbesondere auch an den Ausführungsbestimmungen nach § 12 PsychThG und § 62 der PsychTHApprO. Auf die Approbation folgt dann eine Fachkundeausbildung als „Psychotherapeut*in in Weiterbildung“ in einem der Richtlinienverfahren (Tiefenpsychologie, Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, Systemische Therapie, Kinder- und Jugendpsychotherapie) die mindestens fünf Jahre dauert und in Zukunft besser finanziell besser vergütet wird. Diese Fachkundeausbildung kann an einem staatlich anerkannten Ausbildungsinstitut in Deutschland (wie beispielsweise der Ausbildungsambulanz der SFU Berlin) absolviert werden. Die Kosten für diese postgraduale Ausbildung variieren nach Fachrichtung, die Lehrstunden müssen jedoch in jedem Fall von den Ausbildungskandidat*innen privat getragen werden. Mit Abschluss der Ausbildung werden gleichzeitig die Approbation und die Fachkunde (Spezialisierung in Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie, etc.) erworben, mit der ggf. die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen möglich wird.

Regelung Österreich

Die psychotherapeutische Ausbildung ist gesetzlich geregelt. Psychotherapeutisches Propädeutikum & Fachspezifikum Das Psychotherapeutische Propädeutikum gemäß § 4 Abs. 1 des Psychotherapiegesetzes (PthG) ist der erste Schritt der gesetzlich geregelten Ausbildung zur selbständigen Ausübung der Psychotherapie. Alle Lehrveranstaltungen des Psychotherapeutischen Propädeutikums sind mit dem Lehrplan der SFU abgestimmt und können für den Studiengang Bakkalaureat angerechnet werden. Das Psychotherapeutische Fachspezifikum (nach § 6-8 PthG) stellt den 2. Teil der Psychotherapieausbildung dar und umfasst mindestens 300 Stunden Theorie sowie 1600 Stunden praktische Ausbildung.

Eintragung in die Liste der PsychotherapeutInnen des Gesundheitsministeriums

Zur selbständigen Ausübung des psychotherapeutischen Berufes ist die Eintragung in die Liste der PsychotherapeutInnen des Gesundheitsministeriums notwendig. Diese Eintragung ist erst mit dem 28. Lebensjahr möglich. Durch Kooperationsabkommen zwischen SFU und psychotherapeutischen Ausbildungsvereinen ist es möglich, gleichzeitig mit dem Eintritt in das Wahlpflichtfach auch KandidatIn eines Ausbildungsvereines zu werden. Die Ausbildungserfordernisse der jeweiligen psychotherapeutischen Methode sind im Studienplan enthalten. Zusätzlich zum Abschluss des Magisterstudiums kann auch ein Abschlusszertifikat des Vereines erworben werden. Mit diesem Zertifikat besteht die Möglichkeit, wenn alle erforderlichen Bedingungen erfüllt sind, im Gesundheitsministerium die Eintragung in die PsychotherapeutInnenliste zu beantragen. Auf das behördliche Eintragungsverfahren kann die SFU keinen Einfluss nehmen.

Regelung Ausland

Ausländische Studierende, die das Studium der Psychotherapiewissenschaft belegen und in ihrem Land selbständig den psychotherapeutischen Beruf ausüben wollen, sind den gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Herkunftslandes unterworfen. Es ist daher wichtig, sich über die Regelungen zur Berufsausübungen zu informieren.